Spartipps für Familien

| 0 Kommentare | Team Tria

«Wenn du nicht weisst wo du hinwillst, ist es egal, welchen Weg du einschlägst.» (Alice im Wunderland)
 
Wie optimiert man seine Finanzen nachhaltig, senkt seine Kosten und erhöht gleichzeitig seine Einnahmen? Kann ich mir das leisten? Wo fliesst das Geld immer hin? Warum ist manchmal Mitte Monat schon «Ende Geld»? Solche oder ähnliche Aussagen haben Sie bestimmt schon einmal gehört oder möglicherweise selbst erlebt. Hier möchten wir Ihnen gerne einige konkrete, praxiserprobte Lösungsvorschläge darbieten. Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung sind uns immer wieder gewisse Verhaltensmuster aufgefallen. Die Erkenntnisse und die Essenz daraus teilen wir hier mit Ihnen. 


Vergessen Sie alles über das Budget
Meistens sind es die bewusst vollbrachten Kleinigkeiten, die unser Leben versüssen. Hier ein schaumiger Latte Macchiato bei Starbucks, da ein ausgiebiges Essen mit seinen Liebsten…Oft sind es Kleinigkeiten, welche einem eine entsprechend grosse Freude im Alltag bereiten. Genau hier plagt oft das «schlechte Gewissen», dass wir zu viel Geld für Unnötiges ausgeben. Budget ist zwar wichtig, doch es gibt Wichtigeres. Darauf kommen wir noch zu sprechen.
Professor Roy Baumeister, einer der meistzitierten Sozialpsychologen der Welt, hat in seinem empfehlenswerten Buch «Die Macht der Disziplin» eindrücklich gezeigt, dass es besser ist, bestimmte Bereiche bewusst zu definieren und zu automatisieren. Jedes Mal bewusst darüber nachzudenken, ob ich nun dieses oder jenes kaufen soll oder nicht, verbraucht eine grosse Menge Glukose im Hirn. Dies kostet einiges an Willenskraft, bis eine gewisse Selbsterschöpfung eintritt. Das kann man sich in etwa wie einen Muskel vorstellen, der sich nach zu vielen Trainingswiederholungen erschöpft. Danach funktioniert nichts mehr und wir laufen Gefahr, unüberlegte Entscheidungen zu treffen. Kleine Bemerkung am Rande: Jetzt wissen Sie, weshalb Steve Jobs und andere erfolgreiche Unternehmer immer dieselben Kleider tragen. So ist ein Lebensbereich bereits automatisiert und der Entscheidungsmuskel kann für grössere, wichtigere Aufgaben verwendet werden. Genau deshalb sollten auch Sie konkrete (Teil-) Ziele definieren, diese klar verfolgen und danach ein für alle Mal automatisieren. Die Chancen stehen so viel besser, sein Vorhaben langfristig durchzuziehen.
Einige Menschen erhalten ihren Lohn und können es kaum erwarten, damit das Gehalt der anderen zu bezahlen. Was ist damit gemeint? Wessen Lohn bezahlen Sie, wenn Sie zum Friseur gehen? Wenn Sie in die Bäckerei fahren und Brot kaufen, wem bezahlen Sie da den Lohn…? Die Frage ist nun, wer ist die wichtigste Person, wenn es um Sie und Ihre Finanzen geht? Genau, Sie selbst!
 
Praxistipp:
Bezahlen Sie sich immer zuerst, am besten gleich am Zahltag. Erschaffen Sie sich Systeme und Gewohnheiten, die Sie dabei unterstützen, Ihre Ziele wirklich zu erreichen und automatisieren Sie diese.
 
 
Nehmen wir nun die Vogelperspektive ein.
Stellen Sie sich folgendes Szenario vor:
Familie Adams, Eltern und zwei Kinder, verdient gemeinsam CHF 100’000.- pro Jahr, inklusive 13. Monatslohn. Jetzt fokussiert man sich auf das Budget, das ist nicht die beste Optimierungsquelle. Nachstehend sehen Sie die durchschnittliche Finanzverteilung eines Schweizer Haushalts.




Hier stellen wir fest, dass knapp 1/3 für klassische Lebenshaltungskosten ausgegeben wird. Unser Tipp ist, sich mehr auf die restlichen 2/3 zu fokussieren. Der Rest fliesst direkt oder indirekt in den Finanz-, Banken-, Staats- und Wohnsektor.
Gehen wir nun davon aus, dass dieses Einkommen bis zur Pensionierung gehalten wird, ergibt sich folgendes Bild.
CHF 100’000.- x 35 Jahre = CHF 3.5 Mio. Einkommen bis zur Pensionierung. Wenn wir uns auf die 2/3 konzentrieren, anstatt nur auf die Lebenshaltungskosten und das Budgetieren, so kann man unserer Erfahrung nach mit einem individuellen Finanzkonzept und regelmässiger Überprüfung eine konservative Einsparung und Optimierung von 10% erzielen.
Dies bedeutet ein langfristiges Optimierungspotential von rund CHF 200`000.-! Da liegt ein frisch gebrühter Latte Macchiato vom Starbucks mehr als drin, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

Die besten Finanztipps, um langfristig mehrere CHF 100`000.- rauszuholen.

Sparen
Arbeiten Sie mit einem Kontenkonzept und zahlen Sie sich immer als Erstes den Lohn. Sie sind schliesslich die wichtigste Person, wenn es um Sie, Ihre Familie und Ihre Zukunft geht. Arbeiten Sie mit automatischen Daueraufträgen. Achten Sie beim Sparen darauf, das Geld für kurzfristige Investitionen in Geldwerte, und für mittel- bis langfristige Investitionen in Sachwerte zu investieren. Wir empfehlen für langfristiges Sparen eher Sachwerte, da diese vor allem in Krisenzeiten inflationsresistenter sind.
Achten Sie bei der Liquidität darauf, drei bis fünf Monatslöhne auf der Seite zu haben. Diese Sicherheit gibt Ihnen die Chance, auch bei unerwarteten Ereignissen Ruhe zu bewahren und mehr Wahlfreiheit zu besitzen. 3

Spartipp: Sparen Sie von jeder zukünftigen Lohnerhöhung, die Sie erhalten, immer die Hälfte. So bleiben Sie in Balance. Ihr Lifestyle erhöht sich und gleichzeitig bauen Sie sich langfristig ein stattliches Vermögen auf.

Praxistipp: Suchen Sie sich ausgewählte Aktien mit starken Dividenden. Kaufen Sie zum Beispiel Aktien von Produkten und Dienstleistungen, die Sie selbst seit langem konsumieren und von denen Sie überzeugt sind. Dadurch geben Sie Geld für diese Produkte aus, kriegen aber indirekt einen Teil der Wertschöpfung wieder zurück. So ist der Latte Macchiato beim Starbucks plötzlich eine Investition. Kostengünstige Fondssparpläne in aktienhaltigen Investments, weltweit gestreut. So sind Sie in dutzenden Ländern an über 1’600 Firmen beteiligt und profitieren von deren langfristiger Entwicklung. Zudem empfehlen wir, 2-5% in physisches Gold und Silber sowie 1-3% in Kryptowährungen als Beimischung zu investieren. Schmuck, Uhren, Diamanten und Gemälde können auch als Sachwertanlagen betrachtet werden.
Achten Sie generell beim Investieren immer auf Ihre Risikofähigkeit und Risikoneigung.

Ihr wichtigster Wegbegleiter für langfristigen finanziellen Erfolg.
Die ZEIT.
Nun schauen wir uns an, wie viel Sie monatlich sparen müssten, um bis zum Alter von 65 Jahren ein Sparziel von CHF 150`000.- zu erreichen.
In unserem Beispiel gehen wir von einer jährlichen Rendite von fünf Prozent aus. Dies ist, gemessen an den durchschnittlichen Aktienmarktrenditen der vergangenen 40 Jahre, eine realistische Schätzung.
 
Monatliche Sparsumme für CHF 150'000.- mit 65 Jahren
 
Während man als 60-Jähriger 2197.- CHF pro Monat auf die Seite legen müsste, genügen als Neugeborener 26.- CHF pro Monat.
 
Als 25-Jähriger kann man mit einem monatlichen Sparbetrag von 98.- CHF sein Ziel erreichen.

Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten
Das Zusammenspiel von Zeit und Renditen





Die Formel lautet also: 
Viel Zeit x wenig Geld = Erfolg
Wenig Zeit x viel Geld = Erfolg
Viel Zeit x Viel Geld = Grösstmöglicher Erfolg

Steuern:
Lassen Sie die Steuern von Profis ausfüllen, die Ihnen die wichtigsten Tipps und Tricks geben. Achten Sie darauf, dass Ihr Steuerberater sich nicht nur auf die Vergangenheit fixiert. Wir empfehlen Ihnen jemanden, der sowohl in den Rückspiegel schaut, als auch auf der Überholspur fährt, was die Steueroptimierungen der Zukunft betrifft. So wird verhindert, dass Sie zu viel Steuern bezahlen. Nutzen Sie die steueroptimierten Anlageklassen und vergleichen Sie diese. Hier sind eine gut gewählte Strategie und die Symbiose der verschiedenen Instrumente, wie die Säule 3a und Säule 3b, Anlagen mit steuerfreien Kursgewinnen, ein «Muss».

Pensionskasse:
Hier sind ab einem gewissen Alter und unter bestimmten Umständen Einkäufe in die Pensionskasse interessant. Eventuell haben Sie bei Ihrem Arbeitgeber die Möglichkeit, gewisse Pläne zu wählen, wie Sie automatisch mehr sparen oder gewisse Risiken besser abdecken.

Wohnen:
Haben Sie sich bereits Gedanken darüber gemacht, Eigenheimbesitzer zu werden? Dies ist aus unserer Sicht langfristig eine immense Optimierungsmöglichkeit. So wohnen Sie später mietfrei und haben gleichzeitig eine zusätzliche Sachwertanlage. Zuletzt überprüfen Sie aufgrund des Referenzzinssatzes, ob Sie Anrecht auf eine Mietzinsreduktion haben.

Versicherungen und Krankenkasse:
Das Bedürfnis nach einem gewissen Mass an Sicherheit ist uns angeboren und absolut legitim. Es gilt, Ihr Versicherungsportfolio regelmässig und unabhängig zu überprüfen. So können Sie viel Geld sparen oder für den gleichen Beitrag die Leistungen massiv erhöhen. Unser Credo ist: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig. Bei der Krankenkasse gilt es, speziell die Grundversicherung im Blickwinkel zu behalten. Die Leistungen aus dem KVG sind immer dieselben, jedoch variieren die Preise stark. Die passende Wahl der Franchisen ist auch regelmässig zu prüfen. Zudem kann man mit alternativen Modellen noch zusätzlich Geld sparen.

AHV:
Die AHV-Sätze sind fix vorgegeben. Hier könnten Sie sich mittelfristig überlegen, ein Hobby in eine Teilselbstständigkeit umzuwandeln. Sie können so unter gewissen Umständen steuerliche Vorteile generieren und Ihre Rente aufbessern.

Praxistipp: Investieren Sie in lebenslanges Lernen. Dies wird Sie als Mensch bereichern, Ihren Arbeitsmarktwert erhöhen, Ihr Profil schärfen und Ihre Positionierung verbessern. Auf lange Sicht ergeben sich so für Sie gute Chancen, Ihr Einkommen zu erhöhen und sich mittelfristig sogar (teil)selbständig zu machen. «Leaders are readers»
 
Ein Leben im Überfluss?
Ob man sich wohlhabend fühlt oder nicht, hängt nicht nur mit dem Kontostand zusammen, sondern vor allem mit der geistigen und mentalen Einstellung. Um ein gutes Gefühl dafür zu entwickeln, empfehlen wir regelmässig zu spenden und bewusste Dankbarkeit zu leben, um so dem Unterbewusstsein Überfluss zu signalisieren. Man wird nicht zuerst Millionär und fängt dann an zu sparen. Man fängt an zu sparen und wird dann eventuell Millionär. Gleich verhält es sich mit dem Spenden. Hand aufs Herz: Wie wir es auch drehen und wenden, im weltweiten Vergleich geht es uns gut. Sehr gut sogar.
«Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.» (Francis Beacon) 


Momentan noch keine Kommentare vorhanden

Beitrag kommentieren