Kosten für eine Todesfallversicherung im Überblick
Eine Todesfallversicherung sorgt dafür, dass Hinterbliebene im Ernstfall finanziell abgesichert sind, denn sie leistet eine einmalige Auszahlung im Todesfall. Gerade wenn Familie, Partner oder andere nahestehende Personen von Ihrem Einkommen abhängig sind, kann diese Absicherung entscheidend sein, um laufende Ausgaben weiterhin tragen zu können und finanzielle Engpässe zu vermeiden. In der Schweiz ist das Thema besonders relevant, wenn eine Hypothek auf einer Immobilie besteht oder laufende Kredite bedient werden müssen. Fällt die versicherte Person weg, bleibt die monatliche Belastung oft bestehen und genau hier kann eine passende Lösung aus dem Bereich der Lebensversicherung in der Schweiz helfen, offene Verpflichtungen abzusichern und den finanziellen Druck für die Familie deutlich zu reduzieren.
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie hoch die Kosten einer Todesfallversicherung sein können und wovon die Beiträge konkret abhängen. Denn je nach Versicherungsmodell, Anbieter und persönlichem Risikoprofil unterscheiden sich die Prämien teils erheblich. Wer die wichtigsten Einflussfaktoren kennt, kann Angebote besser vergleichen und eine Absicherung wählen, die sowohl sinnvoll als auch bezahlbar bleibt.

Matthias Reinhard
Finanzplaner mit eidg. FA
28.04.2026 | Ratgeber
Grundlagen der Kostenstruktur
Die Prämien einer Todesfallversicherung setzen sich in der Regel aus zwei Bestandteilen zusammen: der Risikoprämie und der Kostenprämie. Diese Aufteilung ist wichtig, weil sie zeigt, wofür Sie eigentlich bezahlen und welche Faktoren die Höhe Ihrer Beiträge beeinflussen.
Die Risikoprämie deckt dabei das eigentliche Todesfallrisiko ab, also die finanzielle Leistung, die im Todesfall an die Hinterbliebenen ausbezahlt wird. Zusätzlich fällt eine Kostenprämie an, die für Verwaltung, Gebühren und den organisatorischen Aufwand des Versicherers vorgesehen ist. Je nach Anbieter können sich diese Kostenanteile unterschiedlich sein, was beim Vergleich von Angeboten schnell spürbar wird.
Gezahlt werden die Beiträge regelmässig, meist monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Welche Zahlungsweise für Ihre Versicherung sinnvoll ist, hängt oft davon ab, wie Sie Ihre laufenden Ausgaben planen und ob Sie lieber kleinere Raten oder eine grössere Jahresprämie bevorzugen.
Des Weiteren existieren auf kantonaler Ebene weitere Steuern, wie beispielsweise die Vermögenssteuer und die Erbschaftssteuer. Die Vermögenssteuer wird auf das Vermögen natürlicher Personen erhoben und variiert ebenfalls je nach Kanton. Die Erbschaftssteuer, die bereits erwähnt wurde, betrifft die Übertragung von Vermögen und Eigentum durch Erbschaft oder Schenkung und unterliegt ebenfalls der kantonalen Gesetzgebung.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die verschiedenen Steuerarten und -regelungen im Steuersystem der Schweiz eine komplexe Materie darstellen, die eine gründliche Kenntnis der jeweiligen Gesetze und Vorschriften erfordern.
Das wichtigste zuerst
Einflussfaktoren auf die Prämienhöhe
Die Höhe Ihrer Versicherungsprämie richtet sich nach verschiedenen Faktoren, die der Versicherer zur Einschätzung des Risikos heranzieht. Selbst kleine Unterschiede in Ihren persönlichen Angaben können sich daher deutlich auf den Betrag auswirken.
Ein zentraler Punkt ist das Alter. Jüngere Versicherte zahlen meist deutlich geringere Beiträge, weil das statistische Risiko eines frühen Todesfalls niedriger ist. Wer sich früh absichert, kann sich deshalb oft langfristig günstigere Konditionen sichern.
Auch der Gesundheitszustand spielt eine grosse Rolle. Vorerkrankungen, bestimmte Diagnosen oder auch Übergewicht können dazu führen, dass Versicherer höhere Kosten ansetzen oder Zuschläge verlangen. Je nachdem, wie streng die Gesundheitsprüfung ausfällt, kann sich das spürbar auf die Prämie auswirken.
Ein weiterer Faktor ist der Lebensstil. Raucher zahlen in der Regel mehr, weil das Risiko für schwere Erkrankungen statistisch höher ist. Zusätzlich können riskante Hobbys wie Extremsport oder regelmässige Aktivitäten mit erhöhtem Unfallrisiko zu Aufschlägen führen.
Nicht zu unterschätzen ist ausserdem der Beruf. Gefährliche Tätigkeiten, etwa im Baugewerbe oder bei der Polizei, wirken häufig kostentreibend, da das Unfallrisiko höher eingeschätzt wird. Auch hier unterscheiden sich die Einstufungen je nach Anbieter. Schliesslich bestimmen die Versicherungssumme und die Laufzeit den Preis entscheidend mit. Je höher die gewünschte Auszahlung und je länger die Absicherung laufen soll, desto teurer wird die Todesfallversicherung in der monatlichen oder jährlichen Prämie.
Bestimmung der passenden Versicherungssumme
Die Versicherungssumme ist einer der wichtigsten Hebel bei der Preisgestaltung, denn sie beeinflusst die Kosten direkt. Wer hier zu hoch ansetzt, zahlt oft unnötig viel, wer zu niedrig kalkuliert, riskiert hingegen eine zu niedrige Absicherung.
Gerade bei einer Risikolebensversicherung lohnt es sich, die Versicherungssumme nicht willkürlich zu schätzen, sondern realistisch zu planen. Als Orientierung dienen beispielsweise offene Kredite, laufende Hypotheken oder das regelmässige Einkommen. Für Eigenheimbesitzer kann es zudem sinnvoll sein, die Tragbarkeit der Immobilie zu prüfen: Kann das Eigenheim auch nach dem Todesfall von den Hinterbliebenen getragen werden? Ziel ist es, dass finanzielle Verpflichtungen weiterhin abgedeckt werden können, ohne dass die Hinterbliebenen sofort unter Druck geraten oder wichtige Entscheidungen überstürzt treffen müssen.
Eine verbreitete Faustregel lautet, das Drei bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens als Versicherungssumme zu wählen. Diese Spanne bietet meist einen sinnvollen Rahmen, um sowohl laufende Kosten als auch grössere Verpflichtungen abzudecken. Je nach Lebenssituation kann die passende Risikolebensversicherung aber auch deutlich höher oder niedriger ausfallen, etwa wenn eine hohe Hypothek besteht oder bereits Rücklagen vorhanden sind.
Konstante Versicherungssumme
Bei einer konstanten Versicherungssumme bleibt die vereinbarte Leistung über die gesamte Laufzeit hinweg gleich hoch. Das bedeutet: Unabhängig davon, wie viele Jahre bereits vergangen sind, wird im Todesfall stets derselbe Betrag ausbezahlt. Für viele ist genau diese klare Struktur ein entscheidender Vorteil, besonders wenn eine langfristige Lebensversicherung im Todesfall geplant wird.
Dieses Modell eignet sich vor allem für Familien, die dauerhaft einen festen Absicherungsbedarf haben, etwa weil laufende Lebenshaltungskosten, Betreuungspflichten oder eine langfristige finanzielle Verantwortung abgesichert werden sollen. Die gleichbleibende Summe sorgt dabei für Stabilität, weil Sie die Absicherung jederzeit zuverlässig kalkulieren können. Im Vergleich zu Varianten mit sinkender Leistung fallen die Prämien tendenziell höher aus. Der Grund ist einfach: Das Risiko wird über die gesamte Laufzeit konstant in voller Höhe versichert, ohne dass sich die Auszahlungssumme reduziert. Gerade für eine planbare und solide Lebensversicherung kann diese Lösung trotzdem sinnvoll sein, weil sie Sicherheit schafft und die Berechnung langfristig übersichtlich bleibt.
Abnehmende Versicherungssumme
Bei einer abnehmenden Versicherungssumme reduziert sich die vereinbarte Leistung im Laufe der Jahre Schritt für Schritt. Häufig passiert das parallel zur Tilgung eines Kredits, sodass die Absicherung immer genau dort ansetzt, wo die finanzielle Restbelastung noch besteht. Diese Struktur wirkt logisch, wenn der wichtigste Zweck darin liegt, offene Verbindlichkeiten gezielt abzusichern.
Da das versicherte Risiko über die Zeit sinkt, sind die Kosten in der Regel günstiger als bei einer konstanten Versicherungssumme. Gerade bei langfristigen Verträgen kann dieser Preisvorteil spürbar sein, weil die Auszahlung am Ende der Laufzeit deutlich niedriger ausfällt als zu Beginn.
Besonders sinnvoll ist dieses Modell bei Hypotheken oder generell bei Verpflichtungen, die mit jedem Jahr kleiner werden. Allerdings sollten Sie beachten, dass gegen Ende der Laufzeit auch der Schutz für die Hinterbliebenen geringer ist. Wer zusätzlich laufende Lebenshaltungskosten absichern möchte, braucht deshalb oft eine Lösung, die nicht nur auf den Kredit, sondern auch auf die langfristige finanzielle Situation der Familie abgestimmt ist.
Beispiel: Nehmen wir an, Fabian Steinhauer ist 34 Jahre alt und möchte ein konstantes Todesfallkapital von CHF 200‘000.- absichern. Er arbeitet als Technischer Kaufmann und hat die Intension, seine Familie mit zwei Kindern abzusichern. Er ist Hauptverdiener und möchte, dass im Falle eines Todesfalls seine Frau mit den Kindern, Max und Elena, finanziell ein Polster haben, um sich bei diesem Schicksalsschlag zu sammeln und um sich neu organisieren zu können.
Er würde für die konstante Todesfallversicherung mit Laufzeit bis 65 Jahren rund CHF 642.- pro Jahr bezahlen.
Falls er eine abnehmende Todesfallversicherung abschliessen würde, wären die Kosten bei rund CHF 331.- jährlich.
Das wäre fast nur noch die Hälfte, wobei zu beachten gilt, dass sich das Todesfallkapital jährlich um CHF 6‘250.- reduziert
Ob Fabian sich für eine konstante oder eine abnehmende Todesfallversicherung entscheidet, hängt von seiner Lebenssituation und seinen Zielen ab. Eine professionelle Analyse hilft, die passende Lösung zu finden.
Beispiele für Prämien in der Schweiz
Konkrete Zahlen helfen oft am meisten, um ein Gefühl für die Kosten einer Lebensversicherung zu bekommen. In der Praxis zeigen sich vor allem bei Alter und Rauchstatus grosse Unterschiede, selbst wenn Laufzeit und Versicherungssumme identisch bleiben.
Ein Beispiel: Eine 30-jährige Nichtraucherin mit 20 Jahren Laufzeit und einer Versicherungssumme von CHF 200’000 zahlt häufig nur etwa CHF 12 bis 18 pro Monat. Die Kosten sind hier vergleichsweise niedrig, weil das Risiko statistisch geringer eingestuft wird.
Ganz anders sieht es bei einem 45 jährigen Raucher aus, ebenfalls mit 20 Jahren Laufzeit und CHF 200’000 Versicherungssumme. In diesem Fall liegen die monatlichen Prämien oft bei rund CHF 40 bis 60. Damit wird deutlich, wie stark sich die Kosten für eine Lebensversicherung je nach Risikoprofil verändern können.
Der direkte Vergleich zeigt, dass identische Leistungen nicht automatisch zu ähnlichen Beiträgen führen. Wer Angebote sauber gegenübergestellt, erkennt schnell, wo Einsparpotenzial steckt und welche Konditionen wirklich zum eigenen Bedarf passen.
Änderungen während der Vertragslaufzeit
Auch nach Vertragsabschluss kann sich der Beitrag einer Lebens- bzw. Todesversicherung verändern, wenn sich Ihr persönliches Risiko im Alltag deutlich verschiebt. Deshalb lohnt es sich, nicht nur beim Abschluss genau hinzuschauen, sondern auch später die eigenen Angaben und Lebensumstände im Blick zu behalten. Ein typisches Beispiel ist das Rauchen. Wenn Sie nach Vertragsabschluss mit dem Rauchen beginnen oder wieder einsteigen, kann das zu einer höheren Prämie führen. Viele Versicherer werten den Wechsel zum Raucherstatus als klare Risikoerhöhung, was sich direkt auf die Kosten auswirkt. Auch ein Berufswechsel kann relevant sein. Wer in eine risikoreichere Tätigkeit wechselt, etwa in handwerkliche oder sicherheitsbezogene Bereiche, muss häufig mit höheren Beiträgen rechnen. Das Risiko wird dann neu bewertet, weil die Wahrscheinlichkeit für Unfälle oder gesundheitliche Belastungen anders eingestuft wird.
Umgekehrt kann ein gesünderer Lebensstil auch Vorteile bringen. Wer zum Beispiel dauerhaft Nichtraucher wird oder sein Risiko nachweislich reduziert, kann bei manchen Anbietern eine Anpassung beantragen. Je nach Vertrag ist dadurch sogar eine Kostensenkung möglich.
Typische Zusatzkosten und Gebühren
Neben der eigentlichen Prämie können bei einer Todesfallabsicherung auch Zusatzkosten entstehen, die viele Versicherte anfangs nicht direkt einplanen. Diese Gebühren hängen oft davon ab, wie hoch die Versicherungssumme ist und ob sich der Vertrag im Laufe der Zeit verändert.
Bei Anträgen mit höheren Versicherungssummen verlangen einige Anbieter medizinische Untersuchungen oder weiterführende Gesundheitsnachweise. Solche Abklärungen können kostenpflichtig sein, vor allem wenn bestimmte Tests oder externe Arztberichte benötigt werden. In vielen Fällen entscheidet erst das Ergebnis, ob der Vertrag ohne Zuschläge angenommen wird. Auch Vertragsänderungen können zusätzliche Kosten auslösen. Wenn Sie zum Beispiel die Laufzeit verlängern oder die Versicherungssumme erhöhen möchten, fallen häufig Gebühren an oder es wird eine erneute Risikoprüfung verlangt. Beides kann dazu führen, dass die Absicherung teurer wird als ursprünglich geplant.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kündigung. Wird ein Vertrag ohne passende Ersatzlösung beendet, gehen die gezahlten Beiträge verloren, da es sich um eine reine Risikoabsicherung ohne Sparanteil handelt. Deshalb lohnt es sich vor einer Kündigung stets, sorgfältig zu prüfen, ob eine Alternative besteht und ob der Versicherungsschutz weiterhin benötigt wird.
Todesfallversicherung vergleichen und Kosten optimieren
Ein Marktvergleich lohnt sich fast immer, weil selbst kleine Prämienunterschiede über viele Jahre schnell eine grosse Summe ergeben. Wer eine Todesfallversicherung konsequent vergleicht, kann über die Laufzeit mehrere tausend Franken sparen, ohne bei der Absicherung zwangsläufig Abstriche machen zu müssen. Genau deshalb ist ein Vergleich der in der Schweiz angebotenen Lebensversicherungen oft der entscheidende Schritt vor dem Vertragsabschluss.
Neben den reinen Kosten sollten Sie aber auch die Bedingungen genau prüfen. Wichtig sind unter anderem Ausschlüsse, Wartezeiten, Regelungen bei vorvertraglichen Anzeigepflichten und die Frage, in welchen Situationen die Leistung gekürzt werden kann. Auch steuerliche Aspekte spielen eine Rolle, weil sie die reale Belastung deutlich beeinflussen können, selbst wenn die Bruttoprämie auf den ersten Blick höher wirkt.
In der Schweiz kann die Säule 3a eine attraktive Möglichkeit sein, die Absicherung zu gestalten. Je nach Modell und persönlicher Situation lassen sich dabei steuerliche Vorteile nutzen, die die Nettokosten spürbar reduzieren. Ein durchdachter Vergleich sollte deshalb nicht nur die Prämie, sondern auch die langfristigen Auswirkungen auf Ihr Budget berücksichtigen.
Je nach individueller Lage kann jedoch auch die Säule 3b die bessere Wahl sein – zwischen beiden Varianten gibt es entscheidende Unterschiede, die es zu beachten gilt.
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