Vorsorgen 2023

| 0 Kommentare | Michael Kottler

Die maximale AHV-Rente wurde per 01.01.2023 angepasst. Sie beläuft sich neu auf CHF 29'400. Die Erhöhung um satte CHF 720 zieht weitere Anpassungen im Rahmen unseres Vorsorgesystems mit sich, da viele Grenzwerte und Kennzahlen von der maximalen AHV-Rente abgeleitet werden.
Eine passende Übersicht dazu, finden Sie in der nachfolgenden Grafik.

Diese Anpassung kommt nicht von ungefähr. Alle paar Jahre, wird die AHV-Rente der Teuerung angepasst. So betrug die AHV-Rente bei der Jahrtausendwende CHF 24'120. Obwohl die Anpassung der Inflation die Stange halten sollte, betrug sie bei genauerer Betrachtung lediglich 2.5%, statt den 3.3%, welche der aktuelle Inflationswert der Schweiz ist.
Durch die Anpassung der Maximalrente, muss nun auch das durchschnittliche Einkommen, welches man während seiner 44 ordentlichen Arbeitsjahre erwirtschaftet, neu CHF 88'200 betragen.

BVG-Anpassung
Den direkten Zusammenhang von BVG und AHV kann man auch hier, den angepassten Kennzahlen entnehmen. Neu beträgt die Eintrittsschwelle für den BVG-Anschluss CHF 22'050.
Auch abzuleiten ist der Koordinationsabzug, welcher dazu dient, nur den Bruttolohn, welcher nicht schon durch die AHV gedeckt ist abzusichern.
Der Koordinationsabzug beläuft sich neu auf CHF 25'725. Daraus ergibt sich nun der maximale koordinierte BVG-Lohn von CHF 62'475, welcher somit die neue Obergrenze für die Versicherung und das Sparen im BVG ergibt.
Massgebender Max. AHV-Lohn             88'200.-
BVG-Koordinationsabzug           -           25'725.-
Max. koordinierter BVG-Lohn     =           62'475.-

Der minimale koordinierte BVG-Lohn beträgt neu CHF 3'675 und lässt sich wie folgt herleiten:
BVG-Koordinationsabzug                      25'725.-
BVG-Eintrittsschwelle                  -           22’050.-
Min. koordinierter BVG-Lohn      =           3'675.-

Maximalbeitrag Säule 3a
Natürlich haben die Veränderungen in der AHV auch einen Einfluss auf unsere Säule 3a. Die Maximalbeiträge, welche steuerlich abzugsberechtigt sind, lassen sich nämlich genau gleich von dem maximalen massgebenden AHV-Lohn ableiten.
Für Personen, welche einer Pensionskasse unterstellt sind, beträgt der Maximalbeitrag in die Säule 3a 8% des massgebenden max. AHV-Lohnes, sprich ab 01.01.2023 CHF 7'056.
Für Personen, welche keiner Pensionskasse unterstellt sind, beträgt der Maximalbeitrag 40% des massgebenden max. AHV-Lohnes. Entsprechend wären dies CHF 35'280. Zu beachten ist hierbei, dass nicht mehr als 20% des AHV-Lohnes eibezahlt werden dürfen und dadurch ein Einkommen von CHF 176'400 erwirtschaftet werden müsste, um den maximalen Abzug tätigen zu können.
 
Was habe ich davon?
Wie alles im Leben, haben diese Anpassungen positive, wie auch negative Auswirkungen.
Die negativen Aspekte aus meiner Sicht, sind die erschwerten Bedingungen, mit welchen einem ein Anschluss an eine PK ermöglicht werden. Neu muss auch das durchschnittliche Einkommen bis zur Pension höher sein, damit man einen Anspruch auf eine Maximalrente geltend machen kann.
Positiv hingegen sind die gesetzlich höheren Spar- und Risikobeiträge, sofern man das BVG voll ausschöpft. Natürlich auch ein schöner Nebeneffekt ist, dass wir durch die erhöhten Säule 3a Beiträge mehr Steuern einsparen können.
Wenn wir von einem Grenzsteuersatz von 25% ausgehen, können wir mit dem neuen Maximalbeitrag CHF 1'764 an Steuern sparen!
 


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